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Reisebericht der Turner des TSV Jonschwil Anno Domini 2025
Es war der letzte Pfeil in der KO-Runde, der mein Schicksal besiegelte. Wohlan, er flog nicht gerad’ und tapfer ins Ziel, sondern schändlich daneben – und also ward ich zum Schreiber dieser Chronik bestimmt. Dies, obschon ich zuvor im Wiesenparcours beinahe unmögliches vollbracht hatte. Doch so ist des Schicksals Wille, und so sei hiermit die Kunde verfasst. Samstag – Aufbruch und erste Taten Mitten im Morgennebel, pünktlich wie eine Schweizer Sonnenuhr, stiegen die Recken des TSV in Jonschwil in ihren fahrenden Karren. Die Reise führte sie gen Bad Waldsee, wo ein zünftiges Mittagsmahl die Mägen stärkte. Am Nachmittag galt es, die ritterlichen Tugenden zu beweisen: Pfeil und Bogen wurden gespannt, Zielscheiben durchbohrt, und im Wiesenparcours fiel gar manches wilde Getier – Bär, Wildsau, Erdmännchen und selbst eine Windmühle. So ward die Schützengilde aufs Prächtigste erprobt. Die Hitze des Tages trieb die Turner sodann ins Freibad. Doch wehe: Zugang zum See gab es keinen. Stattdessen ward der Sandplatz gestürmt. Jung gegen Alt im grossen Turnier des Beachvolleyballs – und siehe, die Jugend triumphierte deutlich über die ehrwürdigen Veteranen. Rutschen wurden daraufhin ebenso ritterlich erprobt. Nach kühler Dusche für die Freiwilligen – die Ritter der harten Sorte verzichteten und glänzten von Natur aus – ward später das Quartier bezogen. Es fehlte der Schlüssel im Kasten, doch tat dies der guten Laune keinen Abbruch. Rasch gewandet in Ritterkluft, zog die ganze Schar wohlriechend (oder auch weniger) gen Ritterkeller. Ritterlicher Schmaus am Abend Im Gemäuer tief im Keller ward uns der Landfrieden verlesen und der Geleitbrief gewährt. Die Mägde und Knechte riefen laut die Regeln durch den Keller, und wir gehorchten so gut es ging. Met, ein Trunk süss und herb, dazu Gemüse und Tunke. Doch Met ist ein Getränk, das nur nicht allen mundet. Die Suppe mit Flädle: Wohl war sie kräftig, doch durfte man sie nur mit den Händen geniessen. So wurde das Flädle aus der Brühe gefischt und im hohen Bogen in den Mund manövriert. Kleine Finger reckten sich, nicht zum Schein, sondern als „Mistkrazerl“, denn – so hörte man – hatte man damit einst auf dem Abort den Allerwertesten gesäubert. Dann ward der Hauptgang gereicht. Eine Magd prüfte das Mahl an zwei wackeren Turnern – ob es geniessbar und nicht vergiftet sei. Die Kerze ward gar am Gesäss entzündet, um die Lüfte zu prüfen. Augen blieben in Ordnung, Bäuche zufrieden, und die Schar belohnte dies abermals mit lautem Handgeklapper. Unter Gelächter und Anekdoten aus alter Zeit ass man Haxe, Schlegel, Braten, Wurstspiess und Knödel, bis selbst der stärkste Ritter das Schwert sinken liess. Diverse Überlieferungen wurden zum Besten gegeben: Den Männern wurde nach solch deftigem Essen oft der Wanst massiert. Die Weiber trugen rote Kleider und offene Haare bewusst, um verlockende Signale zu senden. Michael der Feuerfuchs brachte das Volk zum Staunen und beendete den geselligen Abend im Keller. Nach all dem Gelage zog die Schar unterm Sternenzelt mehr oder weniger direkt zur Herberge zurück. Sonntag – Wandern und Musse Der Morgen begann mit einem gemütlichen Mahl, ehe die Reise weiterging nach Messkirch. Dort wanderte die Schar der schönen Donau entlang, stets mit Musse, um Aussicht und Natur zu geniessen. Amalienfelsen, Teufelsbrücke und Känzele wurden erklommen, und der Blick in die Weite entzückte. Entgegen der sonstigen Sitte hielten wir immer wieder inne, um die Schönheit der Natur zu geniessen – ganz ohne Eile. Im Café Donau stärkten wir uns bei Speis und Trank. Und wie es gute Tradition gebietet, durfte der Kaffee Luz nicht fehlen. Auch dieses Ritual wurde würdig erfüllt. Am Nachmittag erreichte die Schar den Campus Galli – ein Ort, da man den ältesten Klosterplan der Welt mit Handwerk und Schweiss neu zu bauen trachtet. Ohne Fichtenmoped (Motorsäge), wohlverstanden, sondern mit Werkzeug und Mühsal der alten Zeit. Die Gelehrten forschen, prüfen, messen, und die Handwerker schlagen Stein und Holz, wie es vor Jahrhunderten geschah. Ein Steinquader braucht sechs Tage, Mauern Jahre und die Behörden verlangen gar DIN-Normen für mittelalterliche Bauwerke. Welch absurde Mühen zwischen Verwaltung und Handwerk! Und welch Glück uns beschieden war: Ein sehr vielwissender Pensionär, der das Wissen von Generationen in sich zu tragen schien, führte uns durch das Areal. Mit spitzbübischem Humor und ehrwürdiger Gelehrsamkeit brachte er uns das Schaffen, die Mühen und auch die Tücken der alten Baukunst näher. So ward das Erlebnis umso eindrücklicher und bleibet uns lange im Gedächtnis. So endete die Reise erfolgreich und überaus pünktlich. Ritterlicher Dank gebührt dem Organisator Remo Hess, der uns durch all die Abenteuer sicher führte. Die Turnerfahrt 2025 – ein bunter Reigen aus Bogen, Pfeil, Schmaus, Scherz und Gemütlichkeit – wird uns noch lange in fröhlicher Erinnerung bleiben. So ward es erlebt, so steht es geschrieben, und so soll es gelten. Eintauchen in die virtuelle Welt – unter diesem Motto trafen sich die Vorstandsmitglieder am Samstagnachmittag zum jährlichen Ausflug mit anschließender Sitzung in Märwil TG.
Der Ablauf begann mit einer leichten Verzögerung um circa 16:15 Uhr in der Turnhalle. Nach einer umfassenden Einführung in die Handhabung der digitalen VR-Brille ging es auch schon los mit ausprobieren und sich zurecht finden in dieser Welt. Bereits nach wenigen Durchläufen des „Shooter Team Game“ zeigte sich ein souveräner Umgang mit der Technologie. Aufgrund der zunehmenden Intensität des Spiels erwies sich die Wahl sportlicher Bekleidung als angemessen. Nach rund 1,5 Stunden voller abwechslungsreicher Aktionen, Teamwechsel und vereinzelter Verbindungsprobleme zogen die Teilnehmenden dennoch ein äußerst positives Fazit. Die realistische Grafik und das eindrucksvolle Erlebnis machen es so, als wärst du selbst im Spiel. Im weiteren Verlauf des Nachmittags setzte die Gruppe ihre Fahrt nach Stehrenberg fort, wo der Vorstand seine abschließende Sitzung im Restaurant Rössli abhielt. Im Mittelpunkt dieser Sitzung standen die Planung der Hauptversammlung, das Jahresprogramm sowie die offizielle Amtsübernahme des neuen Aktuars. Nach einem ausgezeichneten Abendessen und angenehmen Gesprächen, begleitet von einer Runde Kaffi-Luz, ließ man den Abend in entspannter Atmosphäre ausklingen, bevor sich die TSV Mitgliedern auf den Heimweg begaben. Oberturner Elmar versteht es ausgezeichnet, den Turnkameraden ein attraktives und abwechslungsreiches Turnprogramm anzubieten. Sei es persönlich, oder von seinen weiteren Leitern Ernst, Fredy, Walter und weiteren Kollegen. Am 18. September hat er die Möglichkeit genutzt, "Wanderleiter" Michi Krucker, von unseren Ostschweizer Turnverband, in die Halle einzuladen. Ein gelungener Abend, mit vielen neuen Ideen zur Turnstundengestaltung, wie die Bilder zeigen. Herzlichen Dank Michi und Elmar! PS Im November werden wir die Gerätschaften drei Wochen bei uns haben und allen Riegen zur Verfügung stellen... Am Samstag gibt's die bewährten Köstlichkeiten unserer Grillmetzgete.
Am Sonntag erinnern wir mit dem zusätzlichen Angebot an vergangene Zeiten. Chilbiwurst - neu interpretiert von Metzgermeister Michael Willi - lässt Erinnerungen an die legendäre Chilbiwurt in Sprengers Hirschen wach werden. Dazu servieren wir köstlichen Herdöpfelsalat... ...und wünschen allseits "en Guete"! Herzlich, eure Frauenriege und Männerriege Spiel, Spass und Gemütlichkeit beim Golfen und Tennisspielen, mal eine Abwechslung zur Turnhalle5/8/2025 Herzlichen Dank an die Organisatorinnen Eveline, Daniela und Annelies! Es war mega cool! 🤗
Bei strahlendem Sonnenschein machten wir uns mit Bus und Zug auf den Weg nach Gossau. Von dort ging es zu Fuss weiter hinauf in den Walterzoo. Der Weg lag zum Glück immer wieder im Schatten da die Temperaturen bereits am Morgen heiss waren. Gleich nach der Ankunft besuchten wir das Zootheater. Dort sahen wir das unterhaltsame Stück: Lumi und der Funkelzauber. Auf kindergerechte Weise wurde erklärt, wie künstliches Licht die Lebensräume von Insekten stört und warum es wichtig ist, die Dunkelheit in der Natur zu schützen. Anschliessend machten wir uns auf den Weg zur Grillstelle, wo wir zuerst ein Feuer machen mussten. Bis die Glut bereit war für das Grillgut wurde fleissig im und um das Labyrinth gespielt. Nach dem Essen erkundeten wir den Zoo. Leider verkrochen sich viele der Tiere an einen Schattenplatz wodurch sie nur schwer zu finden waren. Ein besonderes Erlebnis war das Füttern der Ziegen und Pferde. Zum Abschluss des Tages hatten die Kinder noch Zeit, sich auf den Spielplätzen auszutoben. Als krönenden Abschluss gab es für alle ein leckeres Glace, das bei den sommerlichen Temperaturen für eine kleine Erfrischung sorgte. Schliesslich machten wir uns zufrieden und müde mit dem Bus und Zug auf den Heimweg. Die museale Hammerschmiede in Sennwald, noch immer in Betrieb, hat die Reisenden begeistert. Schmiedemeister Christoph Friedrich setzte die mit Wasser betrieben Schmiedehämmer in Gang und schmiedete mit Geselle Martin ein besonderes Werkzeug. Mit der Panorama-Nussbahn liessen sich die Turnkameraden zur Staubern tragen. Siedwurst und Älplermagronen mit Käse, Zwiebeln und Apfelmus, ein währschafter, allseits mundender und passender Zmittag. Die später geplante Wanderung auf dem Nussweg fiel sprichwörtlich ins Wasser. Mehrere heftige Gewitter mit Sturm und Hagel sorgten dafür, dass die Talfahrt mit der Gondel zu einer Geduldsprobe wurde. Die Rückreise nach Jonschwil entwickelte sich zu einer eigenen Geschichte. Der ganze Reisebericht und viele Bilder sind in der Rubrik "Männerriege - laufende Aktivitäten" einsehbar... Bei garstigen Bedingungen trafen wir uns am Samstag frühmorgens zum «Stelldichein» auf den bevorstehenden Sporttag. Nach einem kurzen «Hallo» und einem intensiven Warm-up starteten wir bereits um 08.30 Uhr mit der Ballstaffete zur ersten Sektionsdisziplin. Der neuwertige, ungewohnte schwarze Tartan-Belag war weniger rutschig als befürchtet und somit war eine ansprechende Schlusszeit zu erreichen. Dank dem fehlerlosen Durchgang hatten wir wenig später das erste Topresultat im Sack. Für die zweite Disziplin schnürten wir uns die Fussballschuhe an und begaben uns auf den nassen Rasen zum Kettenlauf. Konzentriert, gewohnt schnell und ohne unnötige Zuschläge absolvierten wir auch diesen Parcours – die Fans waren begeistert. Zum Abschluss des 3-teiligen Sektionswettkampfes nahmen wir den Korbeinwurf in Angriff. Im Wissen, dass unser Präsident als Chef-Kampfrichter bei dieser Disziplin amtete, liess uns in gewisser Sicherheit wägen. Spätestens nach den unmissverständlichen Ansagen war jedoch jedem klar, dass hier eine zuvorkommende Behandlung Fehlanzeige ist. Dank treffsicheren Leistungen schlossen wir den Korbeinwurf und somit den Sektionswettkampf dennoch sehr erfolgreich ab.
Aufgrund des engen Zeitplans verzichteten wir vorab auf die Mittagsverpflegung und dislozierten nach Niederbüren zum Wahlmehrkampf. Seilspringen, Ballzielwurf, Sprint, Slalomlauf, Korbeinwurf, Hindernislauf, Wurfdisziplinen sowie der Geländelauf wurde von unseren Aktivrieglern individuell gemeistert. Dank des inzwischen schönen Wetters wurde unsere Vereinsfahne geschwenkt und verhalf den Kollegen zu tollen Ergebnissen. Während für die jüngeren Teilnehmer der sportliche Teil hiermit abgeschlossen wurde, nahmen vier Turner am Nachmittag am Teamwettkampt 30+ teil. Hierfür fuhren wir zurück nach Oberbüren zur Schulanlage Thurzelg, wo das Wetter wieder trüb und nass war. Unbeeindruckt der äusseren Bedingungen und angefeuert von den restlichen Kameraden absolvierten die vier Turner die polysportiven und herausfordernden Disziplinen. Treffsicherheit, Geschicklichkeit, Schnelligkeit, Teamspirit, … kurz gesagt: der gesamte Sportgeist war gefragt. Dank erfolgreichen Ergebnissen ritten wir zwischenzeitlich auf einer Erfolgswelle, die es auszunutzen galt – denn unmittelbar, nachdem das dritte Resultat im Trockenen war, öffneten sich die Regenschleusen erneut. Das abschliessende «Passen-Werfen-Laufen» glich zwischenzeitlich mehr einer Wasserschlacht, wurde aber dennoch bravourös absolviert. An einer gedeckten Stelle war danach die Zeit reif, um gemeinsam auf einen tollen Sporttag anzustossen. Etwas später und nach einer erfrischenden Dusche ging es wiederum nach Niederbüren zum geselligen Abendprogramm. Aufgrund gewisser Wissenslücken und zum Schutze einzelner Teilnehmer wird an dieser Stelle auf eine detaillierte Berichterstattung der Partynacht verzichtet. Am Sonntag nahm eine auserlesene Vereinsdelegation am offiziellen Schlussprogramm teil. Dank herausragenden Leistungen wurden die jonschwiler Turner gleich mehrfach geehrt und unser Fähnrich Matthias stand erfreulicherweise im Dauereinsatz. Nebst dem Sieg im Sektionswettkampf sowie dem zweiten Platz im Teamwettkampf 30+ wurde Notker Brandes für seine tollen Ergebnisse im Einzel mit der Silbermedaille ausgezeichnet. Gratulation und ein herzliches Dankeschön allen aktiven Teilnehmern vom Sportfest 2025. Anbei ein Auszug aus der Rangliste sowie einige Bilder. Sektion: 1. Rang mit 26.29 (KO:8.5, KL:8.82; BS:8.97) Teamwettkampf 30+: 2. Rang mit 38.27 (HL:872, KBRL:10, PWL:8.74, TB:9.12, Bonus:1.69) Einzel: H2 Andreas Thalmann: Rang 68 mit 308 Pkt. H2 Reto Wick: Rang 97 mit 291 Pkt. H3 Manuel Stadler: Rang 19 mit 333 Pkt. und Auszeichnung H3 Stefan Signer: Rang 21 mit 326 Pkt. und Auszeichnung H4 Remo Hess: Rang 16 mit 307 Pkt. H5 Notker Brandes: Rang 2 mit 365 Pkt. und Medaille H5 Peter Huber: Rang 4 mit 358 Pkt. und Auszeichnung Am Sonntag 17. Mai fand der diesjährige Jugitag in Altstätten statt. Bereits um 06.30 trafen sich die 14 Jonschwiler Jugikinder beim Schulhausplatz in Jonschwil. Nach einer kurzen Anwesenheitskontrolle fuhren wir los um dann pünktlich in Altstätten auf der Anlage Schöntal zu sein. Eine kurze Joggingrunde und ein paar Aufwärmübungen später startete der Wettkampf mit der Disziplin Seilspringen. Danach folgten im Stundentakt die weiteren Disziplinen Hindernislauf und Korbeinwurf. Dazwischen wurde der grosse Spielplatz als Zeitvertrieb genutzt. Bereits um 11.00 stand das Mittagessen auf dem Programm. Nach dem Essen wechselte die Delegation aus Jonschwil auf die Sportanlage GESA und konnte sich dort gerade noch unter dem Sonnensegel vor dem kurzen aber intensiven Regenschauer in Schutz bringen. Pünktlich auf die nächste Disziplin, dem Sprint, machten die Regenwolken wieder der Sonne Platz. Anschliessend folgte der Weitsprung und zum Schluss noch der Ballwurf. Danach hatten sich alle ein Glace oder eine Zuckerwatte verdient. Vor dem letzten Programmpunkt, der Rangverkündigung, konnten alle Kinder bei der Pendelstafette antreten und noch einmal die Sprintqualitäten zeigen. Zum Schluss wurden an der internen Rangverkündigung die Leistungen nochmals gewürdigt. Zudem durften zwei Jonschwilerinnen eine Auszeichnung entgegennehmen. |
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